
ESW-SPENDE FÜR PV-ANLAGE EINER BERUFSSCHULE IN KAMPALA
KEIN UNTERRICHTSAUSFALL MEHR DANK SONNENSTROM
Jetzt kennt man ESW sogar in Kampala, der Hauptstadt Ugandas: Im Rahmen des Besuchs einer Reisegruppe aus Hetzerath wurde die neue Photovoltaikanlage des Sharing Youth Centre offiziell eingeweiht. Finanziert wurde sie unter anderem durch eine Spende unseres Hauses. Gemeinsam mit Iris Hoffmann, der Schwester von Dirk Woitalla, brachten Sharing-Direktor Fr. George Athikalam und Gideon Ssempala, Gründer und Geschäftsführer des lokalen Solarunternehmens K&G, eine Spendentafel an.
ZUVERLÄSSIGER STROM FÜR UNTERRICHT UND GELÄNDE
Die neue Anlage umfasst 24 Solarmodule mit jeweils 550 Watt, zwei Lithium-Ionen-Batterien mit je 12 kWh sowie einen 12-KVA-Wechselrichter und die zugehörige Steuerung. Unter den sonnigen Bedingungen Kampalas erzeugt sie genügend Strom, um den Computerunterricht unabhängig vom störanfälligen öffentlichen Stromnetz zu machen. Zusätzlich versorgt sie die benachbarte Mehrzweckhalle und das Haus der Schulleitung und beleuchtet nachts den gesamten Compound. Bei der Vorgängeranlage aus dem Jahr 2017 waren Wechselrichter und Batterien inzwischen am Ende ihrer Lebenszeit angekommen.
KOOPERATION FÜR AUSBILDUNG UND SOLARENERGIE
Mit der Installation beginnt zugleich eine dauerhafte Kooperation zwischen K&G, Sharing und dem St. Simon Peter’s Vocational Training Institute im rund 200 Kilometer entfernten Hoima, das bereits PV-Installateure ausbildet. Auszubildende aus Hoima können künftig Praktika bei K&G absolvieren und währenddessen bei Sharing wohnen. Ausgewählte Lehrkräfte von Sharing werden von K&G qualifiziert, um die Anlage selbstständig warten und Solarenergie im Unterricht aller Sharing-Auszubildenden verankern zu können. K&G wird die Anlage außerdem als Referenzprojekt nutzen, um weitere Berufs- und andere Schulen für Photovoltaik zu interessieren.

DIE SPENDENTAFEL
(v.l.) Fr. George Athikalam, Direktor des Sharing Youth Centre, Gideon Ssempala, Gründer und Geschäftsführer von K&G Solar Power, und Iris Hoffmann, Schwester des ESW-Gründers und -Geschäftsführers Dirk Woitalla.
BERUFSSCHULE UND JUGENDZENTRUM
Das Sharing Youth Centre ist abends und an Wochenenden ein stark besuchtes Jugendzentrum für die umliegenden Stadtviertel. Unter der Woche betreibt es eine angesehene Berufsschule, an der Jugendliche und junge Erwachsene staatlich anerkannte Abschlüsse erwerben können. Die Ausbildungsgänge umfassen Catering und Hotel Management, Hair Dressing und Beauty, Metallbearbeitung und Schweißen, Holzverarbeitung und Schreinerei, städtische Landwirtschaft mit Schwerpunkt Gemüsebau sowie Computer Training.
RUND 600 AUSZUBILDENDE PRO JAHR
Je nach Fachbereich stehen zwischen 15 und 50 Ausbildungsplätze zur Verfügung. Im Computerbereich werden jährlich 120 bis 130 Sharing-Schüler*innen sowie mindestens 150 externe Teilnehmende in Zertifikatskursen unterrichtet. Ergänzend zu den in der Regel ein- und zweijährigen Lehrgängen gibt es in den handwerklichen Fachbereichen mehrmonatige praxisorientierte Aus- und Fortbildungen. Insgesamt werden so übers Jahr rund 600 Auszubildende unterrichtet. Alle Lehrgänge beinhalten zudem Seminare zu Entrepreneurship und Soft-Skill-Trainings, die der Persönlichkeitsentwicklung dienen.

ANSICHT AUS DER LUFT WÄHREND DER MONTAGE:
Links im Vordergrund das Gebäude für den PC-Unterricht, hier noch mit (oben) den alten kleineren und (unten) bereits einem Teil der neuen größeren Solarmodule. Inzwischen bedecken die neuen Module fast die gesamt rechte Dachhälfte. Die alten Module sind abmontiert; sie sollen nach Möglichkeit wiederverwendet werden. Im Hintergrund die große Mehrzweckhalle von Sharing, die jetzt ebenfalls mit Sonnenstrom versorgt wird.
HETZERATHER UNTERSTÜTZUNG SEIT 2017
Das Sharing Youth Centre steht seit 2017 im Mittelpunkt der Unterstützung Ugandas durch Menschen aus Hetzerath. Begründet wurde dieses Engagement durch den aus Hetzerath stammenden Afrikamissionar Pater Rudolf Lehnertz (2. März 1940 – 26. September 2024). Er reiste im Dezember 1966 erstmals nach Uganda aus und arbeitete dort mehr als 40 Jahre lang, bis Herbst 2014. Von 2002 bis 2008 war er außerdem Direktor des Sharing Youth Centre.


